|
Am letzten Juni-Wochenende ging es in die MZ-Stadt Zschopau zum Klassik-Wochenende. Aus den unterschiedlichsten Gründen gab es in diesem Jahr keine Helfer-Rallye und auch keine
Straßenveranstaltung am Sonntag, so daß die Geländefahrer unter sich waren. Das regnerische Wetter in den vergangenen Tagen hatte eigentlich nichts Gutes verheißen, aber am Samstag war es dann perfekt: nicht zu warm und
die Strecke war “staubfrei”. Neu hinzugekommen war eine Cross-Prüfung unterhalb der Weißbacher Auffahrt, halb Wiese und halb Waldweg. Eine dicke Wurzel wurde vielen zum Verhängnis. Hier war Schieben “auf Zeit”
angesagt. Für Abkühlung sorgte dann leichter Nieselregen in der 2. Runde. Diesmal war es richtig knackig und für die meisten der Enduro-Senioren auch richtig schwer. Hans Theis schilderte vor der Siegerehrung, womit
manch einer im gesetzten Alter zu kämpfen hat. Eindrucksvoll beschrieb er mit kölschen Worten: “Wenn Du aus dem dunklen Wald kommst, fährst Du die ersten Meter fast blind, bis sich die Augen wieder an die Helligkeit
gewöhnt haben. Wenn das dann in der Sonderprüfung passiert, hast Du da schon so Deine Probleme”. Trotzdem: ausreichende Fahrzeiten, keine unüberwindlichen Streckenschwierigkeiten, da hatte jeder die Chance, ins Ziel zu
kommen. Aber auf den Sonderprüfungen verrauchte der Altersbonus ziemlich schnell. Diesmal waren die Jungen dran - und damit dürfte der Bestand des Klassik-Geländesports auch auf lange Sicht gewährleistet sein. Unterm
Strich wieder eine perfekt organisierte Veranstaltung mit schwerem Gelände. Und das Sahnehäubchen war die internationale Beteiligung: eine Handvoll Tschechen auf ihren Jawas, Italiener, schnelle Holländer auf SWM,
Belgier - fast wie ein kleiner Europameisterschaftslauf. |